Yoga und Pilates

Yoga oder Pilates, welche dieser sanften Sportarten ist die richtige für dich? Bei beiden Entspannungs- und Bewegungsarten geht es um die Stabilisierung des inneren Körpergefühls. Hier erfährst du mehr über die Unterschiede und auch über die Gemeinsamkeiten. Das hilft dir, dich für eine oder vielleicht auch für beide Trainingsmethoden zu entscheiden.

Yoga und Pilates - Unterschiede und Gemeinsamkeiten

Zwei beliebte, sanfte Trainingsarten

Yoga und Pilates stehen für eine entspannte Art des Trainings. Tatsächlich stehen bei beiden Methoden die innere Balance und die ganzheitliche Gesundheit im Fokus. Hier geht es um sanften Sport, deshalb eignen sich Yoga und Pilates für alle Altersgruppen. Das ist ein wichtiger Vorteil, macht die Entscheidung für eine der beiden Sportarten jedoch nicht leichter.


Yoga und Pilates Beide Techniken sollen helfen, das Wohlbefinden zu verbessern. Die Trainingsarten dienen dazu, die Gesundheit und das Immunsystem zu stärken. Gleichzeitig wirken sich die Übungen auf ein optimiertes Körperbewusstsein aus. Sie funktionieren ganzheitlich: So gewinnst du mit den körperlichen Balanceübungen mehr inneres Gleichgewicht. 


Die Unterschiede zeigen sich zunächst in der Herkunft der Entspannungstechniken. Der Hintergrund bei Yoga ist eher spirituell, während sich Pilates stärker an den körperlichen Bewegungen orientiert. Was interessiert dich mehr: die mentale Seite oder das physische Training?
Neben der Entspannung geht es vorrangig darum, das eigene Körpergefühl und damit auch das Selbstbewusstsein zu stärken. Wenn du weißt, welcher Grundgedanke dahinter steht, kannst du leichter zwischen Yoga und Pilates differenzieren.

Herkunft und Grundidee

Yoga

Yoga kommt aus Indien und wird schon in den älteren Upanishaden erwähnt, die aus dem 7. Jahrhundert vor Christus stammen. Im Grunde genommen handelt es sich um eine philosophische Lehre und Lebensweise, zu der geistige und physische Übungen gehören.

Als spirituelle Lehre funktioniert Yoga mit Meditation und gezielter Atmung, mit einer intensiven Konzentration und kontrollierten Bewegungen. Durch die speziellen Übungen gelingt es den Trainierenden, Körper und Seele auszubalancieren. Dieser neu gewonnene Einklang führt zu einem umfassenden Wohlbefinden.

Pilates

Bei Pilates handelt es sich um ein spezielles Training, das Joseph Hubert Pilates im 20. Jahrhundert erarbeitete. Im Rahmen dieses Ganzkörpertrainings sollten alle Muskelgruppen aktiviert werden. Oft handelt es sich dabei um tiefliegende Muskeln, die bei dem normalen Sporttraining vernachlässigt wurden.

Durch seine besondere Methode wollte Pilates die Körperhaltung korrigieren und damit die Gesundheit fördern. Auch die heutigen Pilates-Übungen basieren darauf, mit kontrollierten, bewussten Bewegungen die Muskulatur zu kräftigen. Dadurch entsteht ein optimiertes Körpergefühl.

Beobachtungen bei der Atmung

Die Atmung ist ein wichtiger Punkt bei Yoga sowie bei Pilates. Allerdings zeigen sich hier große Unterschiede.

Yoga

Im Rahmen der Yoga-Grundlagen ist die Atmung eine separate Übung, die jedoch bei den Bewegungen direkt mit einbezogen wird. Typischerweise findet dabei die Bauchatmung statt, bei der du immer durch die Nase ein- und ausatmest. Das soll die Meditation fördern und gleichzeitig beim Entspannen helfen.

Yoga und Pilates

Pilates

Bei Pilates gibt die Atmung den Übungsrhythmus vor. Hier heißt es: Ins Zwerchfell hinein atmen. Damit ist die seitliche Atmung in den Brustkorb gemeint. Diese erreichst du, indem du tief durch die Nase einatmest und aus dem Mund wieder ausatmest. Beim Einatmen bereitest du dich sozusagen auf die aktuelle Übung vor, beim Ausatmen konzentrierst du dich auf die Ausführung und auf deine Körpermitte, die sozusagen die Kraftzentrale bzw. das Powerhouse ist.

Besonderheiten bei der Ausführung

Yoga

Yoga ist eher eine Entspannungstechnik als eine Sportart. Im Rahmen eines Yoga-Kurses geht es um die Vermittlung von Atem- und Meditationsübungen, aber auch um ein sanftes, körperliches Training und um die Tiefenentspannung. Dabei steht immer die spirituelle Einheit von Geist, Seele und Körper im Mittelpunkt. Hier ist der größte Unterschied der Yoga-Lehre zu den Pilates-Übungen zu sehen. Der geschichtliche und spirituelle Hintergrund für die Yoga-Lehre tritt dabei deutlich hervor.

Pilates

Bei der Ausführung der Pilates-Übungen sind drei Hauptelemente wichtig:

  • das Bewusstsein,
  • die exakte Dosierung,
  • die eigene Wahrnehmung.

Der Erfinder selbst spricht von Contrology und meint damit die Lehre der Körperkontrolle. Du brauchst ein gutes Konzentrationsvermögen und lernst, deine Bewegungen genau zu kontrollieren. Kontraktion und Entspannung im Wechsel sorgen für den Muskelaufbau und für ein immer besseres Körpergefühl.

Sanftes Training für die Alltagsbewältigung

Yoga hilft durch die verschiedenen Entspannungstechniken, mit dem Alltagsstress besser fertig zu werden. Du fühlst dich wohler und reagierst nicht mehr so empfindlich auf schwierige Situationen. Außerdem wirst du beweglicher und entspannter.

Mit Pilates kannst du gezielt etwas gegen eine schwache Muskulatur tun. Durch die Kräftigung von Bauch- und Rückenmuskeln leidest du seltener unter Rückenschmerzen. Dadurch verbessert sich automatisch deine Körperhaltung.

Wenn du regelmäßig Yoga oder Pilates machst, wirst du bald feststellen, dass sich der Alltag leichter bewältigen lässt. Für die verschiedenen Altersgruppen gibt es einige spezielle Kurse, beispielsweise Yoga für SchwangerePilates gegen Rückenbeschwerden oder Übungen gegen Wechseljahresbeschwerden. All diese Trainingsmethoden sorgen für ein besseres Wohlbefinden.

 

Übungen und ihre Merkmale

Yoga-Übungen

Wenn du dich genauer mit den Yoga-Übungen befasst, wirst du bald einige typische Merkmale erkennen:
Die jeweiligen Positionen hältst du für eine bestimmte Dauer ein und gehst dann erst zur nächsten Übung über.
Yoga ist relativ statisch und du brauchst dafür eine gute Balance.

Beim Yoga erfolgt die Atmung immer nur durch die Nase. Dadurch soll der Geist Entspannung finden.
Als Unterlage benötigst du eine Yogamatte, die im Vergleich zur normalen Gymnastikmatte dünner ist und entsprechend weniger nachgibt. Ansonsten sind keine Geräte nötig. Eventuell kann noch ein Yogablock zum Einsatz kommen. Für einen sicheren Stand ist die Yogamatte relativ dünn.

Pilates-Übungen

Auch Pilates ist an gewissen Charakteristika zu erkennen:
Hier erfolgen die Übungen in einem fließenden, kontinuierlichen Übergang, darum ist die kontrollierte Bewegung so wichtig.
Die Zwerchfellatmung ist kennzeichnend für Pilates. Das heißt, dass du vor und auch nach einer Übung über die Nase einatmest, aber bei der Kontraktion bzw. Übung selbst durch den Mund ausatmest.

Die Bezeichnung Zwerchfellatmung hängt damit zusammen, dass sich der Brustkorb etwas ausdehnt, wenn du beim Einatmen den Bauchnabel einziehst. Diese Atemtechnik soll den Stresspegel senken. Im Alltag tendierst du wahrscheinlich zur Brustatmung, die weder entspannend noch besonders vitalisierend wirkt.


Die Pilates-Übungen führst du häufig auf einer Gymnastikmatte aus, die dicker und weicher ist als die Yogamatte. Für einige Übungen gibt es spezielle Geräte, beispielsweise einen Swinging-Trainer  oder einen Rahmen mit Federelementen. Diese fungieren als Widerstandsgeber und verstärken damit das Muskeltraining.

Wie sich Yoga und Pilates kombinieren lassen

Yoga und Pilates In einigen Kursen werden die beiden Sportarten miteinander vereint. So erhältst du ein maßgeschneidertes Trainingsprogramm mit den besten Übungen für dich selbst. Du kannst also beides optimal aufeinander abstimmen. Welche Übungen sich für deinen Fitness- und Gesundheitszustand eignen, findest du am besten mit einem erfahrenen Trainer heraus.
Die kombinierte Methode ist als Yoga-Pilates oder Yogalates bekannt.

Wie sieht ein solches Training aus?
Meistens fasst ein Yogalates-Kurs die meditativen Yoga-Übungen mit dem eher körperorientierten Muskeltraining zusammen. Die Asanas aus der Yoga-Lehre helfen dir, dich zu konzentrieren. Außerdem verbessert sich durch die Balance- und Dehnübungen deine Beweglichkeit und du nimmst deinen Körper bewusster wahr.

Ergänzend dazu stärkt das Pilates-Training die Tiefenmuskulatur und festigt damit deine Gesundheit. Die Meditationen runden die Übungen perfekt ab, da sie im Anschluss an die körperlichen Übungen den Körper wieder entspannen. Gerade dieser Wechsel aus sanfter Anstrengung und Regenerierungsphase ist besonders vorteilhaft.

Körper und Geist werden beim Yogalates gleichermaßen angesprochen. Da bekommt der Spruch, dass ein gesunder Geist in einem gesunden Körper wohnt, gleich eine besondere Bedeutung.

Ein kurzes Fazit

Zwischen Yoga und Pilates gibt es große Unterschiede aber auch einige Gemeinsamkeiten. Beide Trainingsarten spielen mit der Langsamkeit und betonen dadurch die Körperkontrolle. Bei Yoga steht jedoch eher der meditative Aspekt im Vordergrund, während es bei Pilates um die physische Energie geht. Die verbesserte Beweglichkeit spielt in beiden Fällen eine große Rolle.

Mit einem guten Trainer kannst du herausfinden, welche einzelnen oder kombinierten Übungen für dich infrage kommen. Wenn du dich zwischen den beiden Sportarten nicht entscheiden kannst, lohnt sich ein Yogalates-Kurs. Dieser verbindet die wesentlichen Elemente und ist damit ein hervorragender Kompromiss.

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