Drachensteigen

Die Begeisterung für Flugdrachen scheint eine besondere Sehnsucht zu beinhalten. Vielleicht steckt dahinter der Wunsch, fliegen zu können. Jedenfalls macht es einen Riesenspaß, bei ausreichend starkem Wind Lenkdrachen in den Himmel steigen zu lassen. Vor allem der Herbst verlockt zu solchen Höhenflügen und macht Lust darauf, schöne Modelle zu kaufen oder originelle Drachen selber zu bauen.

Lenkdrachen - So fliegt er garantiert!

Drachen selber bauen

Einfache Drachen lassen sich ohne viel Aufwand selber herstellen. Beim Bauen und Verzieren der Flugdrachen kannst Du Deine Kreativität nutzen. Für Kinder eignen sich vor allem die Drachen aus Papier, doch auch Stoffdrachen sind beliebt. Damit sich Dein Drache auch lenken lässt, brauchst Du eine Lenkstange. Diese stellt sicher, dass die Zugkraft richtig übertragen wird, was sich auf die gute Kontrolle und auch auf die Stabilität des Drachens auswirkt.
Bei den Drachen für Kinder handelt es sich zumeist um eine relativ simple Konstruktion, die viele Möglichkeiten zur individuellen Gestaltung bietet.

 

Drachen für kleine und große Kinder

DrachensteigenKinder lieben bunte Drachen aus Papier oder dünnem Stoff. Vor allem für die kleineren Kinder sollte ein solcher Drache möglichst leichtgewichtig sein. Die kleinen Modelle eignen sich unter anderem zum Anbinden an das Fahrrad. Die etwas größeren Drachen gehören oft schon zu den klassischen Einleiner-Drachen. Als nächste Variante folgen die Zweileiner-Drachen, die an zwei Schnüren gelenkt werden.


Um einen Lenkdrachen zu steuern, brauchst Du eine sichere Hand. Mit dem nötigen Geschick wirst Du bald lernen, sie gezielt zu lenken. Damit erhöht sich der Spaßfaktor erheblich. Wenn Du immer mehr Erfahrung sammelst, sind die Flugdrachen mit vier Schnüren der nächste Schritt. Diese eignen sich für schwierige Tricks und schaffen selbst komplizierte Fluglinien.


Bei einem Drachenfest siehst Du ganz unterschiedliche Flugdrachen, die teilweise an ein schönes Windspiel erinnern, während andere Modelle außergewöhnliche Formen haben oder besondere Lenkfunktionen. Welche Drachen für Dich infrage kommen, richtet sich nach Deinen Vorlieben und nach Deiner bisherigen Erfahrung.


Wissenswertes über den Drachenaufbau und die Leinen

Die Grundkonstruktion des Drachens wirkt sich auf die Kontrolle während des Flugs aus. Auf den ersten Blick scheint das Spiel mit dem Wind leicht zu sein. Doch wenn Du selbst mit dem Lenkdrachen hantierst, spürst Du schnell, ab wann es schwierig wird. Es ist auf jeden Fall sinnvoll, sich mit dem Aufbau und den Basisfunktionen zu befassen. Mit der dazugehörigen Bedienungsanleitung kannst Du den Drachen erst einmal richtig zusammenbauen bzw. die letzten Elemente miteinander verbinden. Außerdem erfährst Du bei einem Blick in die Anleitung bereits ein paar wichtige Dinge zur Handhabung.


Bei einem Zweileiner-Drachen wickelst Du die Schnüre am besten einmal komplett ab und vergleichst ihre Länge. Wenn eine der Leinen deutlich kürzer ist als die andere, ist der Zug nicht gleichmäßig. In der Folge beginnt der Drache, sich unkontrolliert zu drehen.
Meistens liegt die Leinenlänge zwischen 25 und 35 Metern. Wenn sie kürzer sind, reagiert der Lenkdrachen extrem empfindlich auf die Bewegungen. Er wird dann zu schnell, um ihn optimal zu steuern. Bei längeren Drachenleinen verzögert sich hingegen die Reaktionszeit auf die Lenkmanöver.


Der Start

WindWenn Du einen Drachen steigen lässt, hast Du den Wind im Rücken. Für leichte Lenkdrachen reicht schon eine niedrige Windstärke aus, damit diese abheben. Schwere Drachen brauchen mindestens Windstärke 3.

Selbst wenn Du mit dem Drachen über die Wiese läufst, wird es sonst schwierig, ihn nach oben zu bringen. Mehr Wind oder ein leichteres Gewicht verbessern Deine Chancen.
Einsteiger mit einem Lenkdrachen machen oft den Fehler, dass sie die Leine nur drei oder vier Meter abwickeln und dann ihren Drachen hochwerfen: Dieser dreht sich nur kurz und stürzt gleich wieder ab. Besser ist es, die Leine 20 bis 25 Meter abzurollen. Bei einem Zweileiner-Drachen ist auf das gleichmäßige Abrollen zu achten.
Im Optimalfall hast Du einen Starthelfer, der Deinen Drachen genau in die Windrichtung hält. Dabei bleibt der Lenkdrachendirekt am Boden. Nun reicht ein kräftiges und gleichmäßiges Ziehen aus, um den Drachen in die Höhe zu bringen. Wenn der Wind stark genug ist, schwingt sich Dein Lenkdrachen gerade hinauf, und zwar ganz ohne unerwünschte Drehungen.


Den Lenkdrachen richtig steuern

Beim Spiel mit dem Lenkdrachen solltest Du auf Deine Körperhaltung achten. Je näher Du die Hände vor dem Oberkörper hältst, desto sicherer kannst Du den Flugdrachen steuern. Außerdem erkennst Du gleich, ob bei einem Zweileiner die Schnüre gleich lang sind.
Hektische und unruhige Lenkbewegungen helfen übrigens in keiner Situation.

Drachen

Wenn Du Deinen Drachen nicht mehr unter Kontrolle hast, beschleunigen ausladende Bewegungen den Absturz. Stattdessen solltest Du den Lenkdrachen mit vorsichtigen, kleinen Bewegungen zähmen. Dafür reicht es oft aus, nur ein bisschen an einer oder an beiden Leinen zu ziehen.
Wenn Du leicht links ziehst, dreht sich auch der Drachen in diese Richtung, beim Zug an der rechten Schnur wendet sich der Lenkdrachen rechts herum. Beim gleich starken Zug an beiden Leinen fliegt der Flugdrache in die aktuelle Richtung – also dorthin, wo seine Spitze hinzeigt. Dabei kann es übrigens auch direkt zum Boden gehen.


Das Training mit dem Lenkdrachen

Wenn der Flugdrache abgestürzt ist, musst Du erst einmal die Leinen entwirren und prüfen, ob alle Teile noch fest sitzen. Zumeist befinden sich Lenkschlaufen am Zweileiner-Drachen. Bei den ersten Versuchen freust Du Dich schon, wenn der Flugdrache überhaupt in der Luft bleibt. Dann gilt es, sich erste Ziele zu setzen. Du kannst Dir vornehmen, eine einfache Linie mit dem Drachen zu ziehen.

Die klassische Flugbahn bei einem Drachenfest ist eine liegende 8. Dafür bringst Du den Drachen erst einmal hoch und lenkst ihn dann mit der rechten Hand behutsam nach rechts. Für Korrekturen bei der Flugrichtung hältst Du die Hände auf die gleiche Höhe, am besten nicht zu weit auseinander. Für die halbe oder Dreiviertel-Drehung des Loopings ziehst Du etwas kräftiger, anschließend korrigierst Du die Fluglinie erneut. Danach erfolgt die gleiche Prozedur für die andere Richtung. Mit dem zweiten Looping ist die 8 fertig – und Du kannst gleich weiter machen.


Die Landung

LandungDer Start des Lenkdrachens ist geschafft, doch wie landest Du ihn am besten? Wenn er zu schnell herunterkommt, handelt es sich um einen Absturz: Das wirkt sich auf Dauer schlecht auf die Konstruktion aus. Sicherer bringst Du ihn auf den Boden, wenn Du ihn möglichst weit zur Seite fliegen lässt, bis er sozusagen am Rand des Windfensters hinabgleitet.

 

Vorsicht vor Gefahren

Bei einem Drachenfest und auch auf dem freien Feld ist es wichtig, einen gewissen Abstand zu anderen Personen, zu Gebäuden, Bäumen und Strommasten zu halten. Schon die Drachenschnüre selbst können ein Sicherheitsrisiko sein. Darum ist es wichtig, dass Du Dich mit den Vorsichtsmaßnahmen beschäftigst. So lassen sich eventuelle Unfälle verhindern.

 

Besondere Manöver für Fortgeschrittene

LenkdrachenWenn Du mit dem Steuern des Lenkdrachens bereits fortgeschritten bist, stehen weitere Manöver in der Luft an. Die 8 wird immer besser und Du kannst Dich an weiteren Figuren üben. Oder Du versuchst neue Bewegungen, um die gleiche Fluglinie zu erhalten.

Wenn Du die linke Hand vorwärts streckst, hat das fast die gleiche Wirkung wie das Zurückziehen der rechten Hand. Push-Turn oder Pull-Turn kannst Du im Wechsel austesten und so die jeweiligen Manöver perfektionieren.
Beim weiten Flug nach rechts oder links erkennst Du, wo das Windfenster endet. Am Rand dieses Bereiches wird der Lenkdrachen sehr langsam, während er in der „Powerzone“ richtig Tempo bekommt.

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